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Ich wollte doch eigentlich nur ein Wollfestival machen …

Bernd Kestler wird aus Osaka zugeschaltet, Nancy Marchant kommt live auf die Festivalbühne, die Bimmelbahn ist gebucht und am Büchertisch wird gelesen. Gruni schaut auf ihre Planung und stellt fest: Das ist längst mehr geworden als ein Wollfestival.

Ganz am Anfang war da diese Idee: Ich möchte ein Wollfestival machen.

Kein neues Wollfest. Sondern ein Wollfestival am Waldesrand. Anders. Persönlich. Ein bisschen verrückt vielleicht. Mit Dingen, die man nicht überall sieht.

Tja.

Und dann ist mir das Ganze irgendwie ein klitzekleines bisschen entglitten.

Denn während ich plane, telefoniere, Mails schreibe, Angebote einhole, wieder verwerfe, neu denke und zwischendurch tatsächlich auch noch mein Strick-Atelier betreibe, wächst das Wolltastisch vor sich hin.

Und so langsam muss ich selbst sagen: Leute, das wird richtig gut.

Von Osaka direkt nach Warmbronn

Einer, über den ich mich ganz besonders freue, ist Bernd Kestler aus Osaka in Japan.

Am Sonntag wird er live zugeschaltet und mit uns einen Workshop zum 3D-Strukturstricken mit verkürzten Reihen machen. Und weil mir ein Workshop natürlich nicht reicht, holen wir ihn außerdem per Liveübertragung auf unsere Festivalbühne zum Interview.

Japan – Warmbronn.
Beim Wolltastisch geht das.

Und dann kam Nancy …

Ja. Nancy Marchant. Herself.

Wer Brioche und Woven Knitting liebt, weiß, warum ich beim Schreiben dieser Zeilen immer noch ein bisschen grinse.

Nancy Marchant aus den Niederlanden gehört zu den ganz großen Namen dieser Techniken. Ich selbst habe bereits mehrere Workshops rund um Woven Knitting gegeben – und nun wird die Frau, die diese Strickwelt entscheidend geprägt hat, beim Wolltastisch dabei sein.

Nicht persönlich vor Ort, aber live auf unserer Festivalbühne mit einer Designshow.

Und genau das liebe ich an meinem Wolltastisch: Unsere Bühne steht zwar in Warmbronn, aber deshalb muss unser Programm noch lange nicht an der Ortsgrenze aufhören.

Workshops? Natürlich. Und zwar nicht nur einer.

Auch unser Workshopprogramm nimmt immer mehr Gestalt an. Im Workshopzelt und in unseren Workshopräumlichkeiten wird gestrickt, gelernt, ausprobiert und vermutlich auch das eine oder andere Mal geribbelt werden.

Was genau, mit wem und wann?

Alles verrate ich euch heute noch nicht. Ein bisschen Spannung muss schließlich bleiben.

Wolltastisch auf Schienen

Und dann wäre da noch meine Bimmelbahn.

Ja, sie kommt tatsächlich!

Das Angebot liegt auf meinem Tisch, wurde von mir für gut befunden und damit darf sie beim Wolltastisch ihre Runden drehen.

Sie wird Teil unseres Shuttleservices und unsere Gäste bequem Richtung Festivalgelände bringen. Denn ich möchte, dass auch diejenigen das Wolltastisch genießen können, für die längere oder steilere Wege nicht mal eben mit einem flotten „Ach, die paar Meter!“ erledigt sind.

Und ganz unter uns:

Eine Bimmelbahn auf einem Wollfestival?

Musste sein.

Es wird auch gelesen

Zwischen all den Maschen zieht beim Wolltastisch außerdem Literatur ein.

Leonie Kramer wird bei uns zu Gast sein und im Workshopraum eine Lesung halten. Und danach gibt es eine Signierstunde am Büchertisch im Foyer.

Ich finde, das passt wunderbar. Denn Geschichten und Handarbeiten haben etwas gemeinsam: Man fängt irgendwo an und weiß manchmal selbst noch nicht so genau, wohin einen das Ganze führt.

Ich spreche da inzwischen aus Erfahrung.

Und etwas zum Mit-nach-Hause-Nehmen gibt es natürlich auch

Wer nach zwei Tagen Wolltastisch immer noch der Meinung ist, dass im eigenen Haushalt dringend noch etwas fehlt, dem kann geholfen werden.

Unser Wolltastisch-Merchandisestand wird nämlich nicht einfach aus zwei Tassen und einem Kugelschreiber mit Logo bestehen.

Da kommen richtig schöne Sachen.

Dinge, die Spaß machen. Dinge, die Strickerinnen und Stricker gebrauchen können. Und natürlich Dinge, die euch später an ein hoffentlich wunderbares Wochenende erinnern.

Anette und Lisa werden dort für euch da sein, euch beraten und vermutlich erfolgreich verhindern, dass ihr mit leeren Händen wieder nach Hause geht.

Und die Aussteller?

Da müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden.

Die Halle füllt sich langsam, auch im Außengelände tut sich etwas – aber Namen gibt es von mir erst, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Denn beim Wolltastisch soll nicht einfach nur möglichst viel Fläche gefüllt werden. Ich möchte eine Mischung, bei der man gerne stehen bleibt, schaut, fühlt, redet und natürlich auch das eine oder andere Schätzchen mit nach Hause nimmt.

Es wächst.

Stück für Stück. Idee für Idee. Zusage für Zusage.

Und manchmal sitze ich abends da, schaue auf meine Planung und denke:

Gruni, du wolltest doch eigentlich nur ein Wollfestival machen.

Tja.

Jetzt wird es eben Wolltastisch.

Und fantastisch wird es sowieso.

05. und 06. Juni 2027
Staigwaldhalle Leonberg-Warmbronn

Ich freue mich auf euch.

Eure Gruni